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Carciofi (Gelesen: 685 mal)
anse
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Bei Waldbrand Tel. 1515

Beiträge: 7645
Geschlecht: male
Carciofi
16.05.2017 um 16:49:41
 
Carciofi
Die Artischockensaison geht zu Ende. Aber wir haben sie ausgenützt und hoffen auch noch auf ein, zwei Wochen, in denen die Superdisteln aus der Ebene von Eboli/ Paestum den Weg zum deutschen Diskaunter schaffen.
Nachdem ich die Carciofi geputzt habe (untere Blätter weg, Stiel abschneiden, aber nicht wegwerfen! Die Schnittstellen mit Zitrone abreiben), setze ich den Sud an:
In Olivenöl ein, zwei Lauchzwiebeln, eine Karotte, eine Selleriestange, ein paar Petersilienstängel, zwei drei Knoblauchzehen „in camicia“ (mit der Schale, aber in der Mitte durchgeschnitten) anschmoren bis sie etwas Farbe haben, dann die Carciofi und die Stängel in den Topf geben, mit kochendem Wasser auffüllen, Salz und ein halbe Biozitrone mit Schale nicht vergessen!
Je nach Größe der Carciofi dauert das Köcheln 20 bis 30 Minuten. Probieren indem Küchenfrau oder Küchenmann ein Blatt aus der Mitte herauszieht. Pinzette oder Kombizange ist besser als verbrühte Fingerkuppen.
Dazu Weissbrot oder Ciabatta und eine Ditsche fürs Brot und den essbaren Teil der Carciofenblätter, des Stiels und des  Bodens. Wir haben uns in den letzten Wochen an das Angebot der Natur und Jahreszeit gehalten: zarte Blätter von Löwenzahn, Giersch, Sauerampfer, dazu glatte Petersilie, Schnittlauch oder sehr fein geschnittene Lauchzwiebel, etwas Dill, den in Italien Lebende mit Gewinn durch  das frische Grün des wilden Fenchels tauschen können. Bärlauch (Ramsen) geht, aber mit Gefühl dosieren! Von Hand mit einem scharfen Messer hacken.
Statt die Kräuter unter Majo zu begraben, geht es auch so:
Essig 2-3 EL, Salz und Pfeffer, Senf und Honig je 1 TL, 5-8 EL Olivenöl, 2 EL saure Sahne oder Quark (40 %). Mit dem Zauberstab oder Quirl rühren, dann mit den Kräutern  mischen.
Ihr müsst da mit den Mengen probieren!

Carciofi due
Die Kochbrühe der Carciofi durchsieben und aufheben. Sie ist materia prima für eine dicke Suppe:

Kartoffeln, Möhren, Knollensellerie garkochen und stampfen, soll aber noch bröckelig sein.
Brennnesseln, Giersch und andere Wildgemüse wie Bärenklau, Löwenzahn, Wegwarte (nur die ganz zarten Blattrosetten!), Gänsedistel … waschen und mit  1-2 feingehackten Zwiebeln/ Schalotten und Knoblauch in Olivenöl andünsten, wenn nötig Wasser zugeben und gar schmoren. Das Gemüse gut abtropfen lassen (die Flüssigkeit auffangen), dann hacken und mit dem Kartoffelstampf und den Flüssigkeiten vermischen und aufkochen, wenn nötig mit vegetarischer Brühe zur gewünschten Suppigkeit bringen. Mit  Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn man hat, machen fertig gekochte weiße Bohnen die Suppe noch besser.
Am besten gleich soviel kochen, dass die Suppe für zwei Tage reicht, denn wieder aufgewärmt schmeckt sie noch  besser.
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Entflammt die Herzen und nicht die Wälder!
 
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